Bist du schon reich, oder verhütest du noch?

Bist du schon reich, oder verhütest du noch?

Dies ist ein Gastartikel von Anja Schütz im Rahmen meiner Blogparade Geld & Glaubenssätze. Da Anja’s deutscher Blog noch nicht online ist, gebe ich ihr auf meinem das Wort.

Gestern war ich in meinem Stamm Café in Berlin und beim Bezahlen meines Latte Macchiatos merkte ich, dass er plötzlich 20 Cent teurer war als vorher.

„Ja, ich hab letzte Woche die Preise erhöht.“ Sagte der Besitzer.

„Warum? Ist die Milch teurer geworden?“ Witzelte ich zurück.

„Nö. Nur so. Für mich. Ich will mit meiner Familie einfach besser leben!“

Wow. Soviel Selbstbewusstsein und Offenheit fand ich toll. Er kennt seinen Wert. Sein Café ist nicht umsonst mein Stamm Café.

Latte Macchiato gibt es überall. Aber den Service, das Zuhausegefühl, das „Hier probier mal den neuen Kuchen – hab ich für dich ohne Weizenmehl gemacht. Findest du den gut, oder sollen wir was verändern?“ – Diesen Service gibt es nur bei ihm.

Er soll besser leben! Er hat es verdient. Er weiß, dass er es wert ist, und er hat einen guten Grund (seine Familie), sich eine Belohnung dafür zu erlauben.

Es ist eine Sache, als Angestellter einen guten Job zu machen und zu wissen, dass man dafür mit einer Beförderung oder einer Gehaltserhöhung belohnt wird.
Es ist eine ganz andere Sache, seinen eigenen Wert zu bestimmen und zu wissen, wieviel man für ein Produkt oder einen Service, den man anbietet verlangen kann/darf/will.

Damit wurde ich vor 6 Jahren, als ich mein eigenes Business startete, zum ersten Mal so richtig konfrontiert.

Genug ist nicht genug

Ich bin in der DDR aufgewachsen. Eine richtige Beziehung zu Geld kann man im Kommunismus, wo die Aufhebung des Geldes angestrebt wird, nicht wirklich entwickeln.

Da ist ein Glaubensatz „Geld ist schlecht/unwichtig/ein notwendiges Übel“ praktisch in die Erziehung mit eingebaut.

Genauso wie „Mehr leisten bringt nicht mehr Geld.“ Und „Ich darf nicht mehr haben, als andere.“

Andererseits hatten wir immer genug zum Leben. Wir hatten was wir brauchten. Das war eigentlich etwas Gutes. Als Selbständige, die die Welt verändern will, stellte sich dieser Glaubenssatz „Ich habe immer genug“ bei mir allerdings als der hinderlichste heraus.

Ich merkte, dass ich wirklich immer „gerade genug“ hatte. Ich hatte immer soviel wie ich brauchte. Aber nie „mehr als genug“.

Wenn ich eine Gehaltserhöhung bekam, ging auch meine Miete in die Höhe.

Wenn ich ein Geldgeschenk oder eine Rückzahlung erhielt, kam sofort auch irgendwoher eine Riesen-Rechnung.

Geld hat nichts mit Geld zu tun

Schon lange bevor ich mich selbständig machte, hatte ich das Bedürfnis mehr als genug zu haben. Meine Träume wurden größer. Ich wollte einen Unterschied in der Welt machen. Aber alles kostete eben Geld.

Wovon sollte ich geben, wenn ich gerade genug für mich selbst hatte?

Also begann ich das Geld zu studieren.

Und schon schnell merkte ich, das Geld eigentlich überhaupt nichts mit Geld zu tun hat.

Egal ob es um Geld, Liebe, Erfolg, Gesundheit oder Glück geht – was zählt sind unsere Einstellung & Glaubensätze, unser Fokus, und unsere Fähigkeit zu empfangen.

In Kürze:

  1. Wir müssen Klarheit haben, was wir genau wollen, und warum/wofür. Wir müssen unser Ziel vor uns selbst rechtfertigen können. Für den o.g. Café Besitzer war das Ziel, seiner Familie ein besseres Leben zu bieten.
  2. Wir müssen unser Ziel im Auge behalten und die notwendigen Schritte dafür tun (Fokus & Action)
  3. Wenn wir merken, dass trotz Klarheit, Fokus & Action nichts passiert, müssen wir unsere Glaubensätze untersuchen, und negative loslassen und durch positive ersetzen. Das ist oft nicht leicht, und bedarf oft der Hilfe eines Coaches, oder bestimmter Techniken, aber es kann Wunder bewirken!

Die größte ungewünschte Konsequenz von negativen Glaubenssätzen ist meiner Meinung nach unsere Unfähigkeit zu „empfangen“. Oft kommen hier Sachen wie Schuldgefühle, Scham und niedriger Selbst-Wert zum Vorschein. Aus irgendeinem Grund versagen wir es uns, Geld (oder Liebe, Erfolg, Gesundheit, Glück) zu empfangen.

Das alte Lied mit den Glaubenssätzen

Es geht also immer wieder um Glaubenssätze. Wir kommen einfach nicht an ihnen vorbei. Am Anfang meines Coaching Studiums habe ich meine Augen verdreht, wenn es schon wieder um Glaubensätze ging, aber inzwischen hat mich die Erfahrung gelehrt, dass sie wirklich die „Wurzel allen Übels“ sein können.

Sie können unsere gemeinsten Feinde sein, oder aber auch unsere größte Unterstützung.

Gedanken wie, „Das darf man nicht“ „Das ist zu viel!“ „Was werden andere von mir denken?“ „Eigentlich sollte ich doch glücklich sein, mit dem was ich habe“, sind oft familiäre Begleiter, und buchstäbliche „Empfängnisverhüter“ :-)

Und was du über den Café Besitzer denkst, ist auch ein Hinweis auf deine Glaubenssätze. Ganz ehrlich – was findest du davon, dass er seine Preise „einfach nur so“ erhöht hat?

Es ist gut, sich ab und zu mal selbst zu befragen – egal ob es um Geld, oder z.B. Liebe geht:

  • Wieviel Geld (Liebe) erlaubst du dir zu empfangen?
  • Wieviel Geld (Liebe) ist zu viel?
  • Von wem verweigerst du dir Geld (Liebe)?

Glücklicherweise habe ich während meiner Forschungen auch viele Lösungen gefunden und wunderbare Veränderungen manifestiert. Es gibt genügend Methoden zu Auswahl – auf psychologischer oder spiritueller/energetischer Ebene – je nachdem, was dich anspricht.

Wie können wir negative Glaubenssätze loslassen?

Es gibt ganz einfache, praktische Übungen, die deinem Unterbewusstein „Fülle“ suggerieren und deine Empfangens-Kapazität erhöhen. Zum Thema Geld empfehle ich da zum Beispiel das Buch „Wunscherfüllung – die 22 Methoden“ von Esther & Jerry Hicks.

Ich selbst hatte auch große Erfolge mit der „Receiving-Meditation“, welche ich später auch für meine Kunden kreiert habe, und welche in 2015 auch auf Deutsch erscheinen wird. Durch diese Meditation habe ich mir u.a. meinen bestbezahltesten Job manifestiert.

Und manchmal muss man tiefer gehen, und mit einem Experten arbeiten, um direkt mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren. Dafür gibt es auch sehr viele Methoden, und es lohnt sich, einige auszuprobieren und zu schauen, welche für dich funktioniert. NLP kann da auf psychologischer Ebene viel bieten, oder EFT und der Healing Code auf energetischer Ebene.

Ich habe so ziemlich alles ausprobiert und erforscht. Am spannendsten finde ich die Tatsache, dass wir „ganzheitliche Wesen“ sind und dass alle Ereignisse und Bereiche unseres Lebens zueinander in Beziehung stehen. So kann es also sein, dass du dir Erfolg & Wohlstand versagst, weil du einer gewissen Person, die dich mal verletzt hat, nie verziehen hast. Wie oben gesagt – Geld hat meistens überhaupt nichts mit Geld zu tun.

Ich habe mir z.B. lange Zeit versagt, öffentlich bekannt zu werden und mehr Erfolg zu haben, weil meine beste Freundin in der 4. Klasse mal wochenlang nicht mit mir geredet hat, als ich bei einem Projekt positiv aufgefallen bin und mehr „gesehen“ wurde als sie.

Ich bin jahrelang „unterm Radar geflogen“ und hatte nicht mal ein Foto von mir auf meiner Website, obwohl ich mich an dieses Ereignis vor mehr als 25 Jahren gar nicht mehr erinnerte.

Mein Unterbewusstsein hatte allerdings den Glaubenssatz gespeichert, „Wenn ich bekannt werde, verliere ich meine Freunde!“ Und so habe ich mich dann natürlich lange (unbewusst) selbst sabotiert, bis ich mich in einem Workshop letztes Jahr wieder erinnerte und die große Erleuchtung hatte.

Wie du auf www.followyourjoy.de sehen kannst, ist diese Angst „gesehen zu warden“ nun geheilt :-)

Damit hat mir übrigens PSYCH-K geholfen. Dies ist eine der neuesten Methoden, die ich kennengelernt habe, und seit kurzem auch selbst praktiziere. Es spricht durch Muskeltests direkt mit dem Unterbewusstsein, um negative Glaubenssätze aus allen Lebensbereichen zu erkennen, loszulassen und durch positive zu ersetzen. Ich kann kaum erwarten, es mit meinen Kunden anzuwenden!

Fazit

Wir alle haben unterschiedliche Kapazitäten, zu empfangen. Jeder von uns hat sozusagen einen Behälter in den mehr oder weniger reingeht. Alle Behälter sind allerdings gleich groß, und sie sind auch unendlich groß.

Warum geht dann bei manchen mehr rein, als bei anderen? Weil, manche schon halb-, oder fast ganz voll sind mit Gerümpel. Altem Zeugs, was man eigentlich nicht mehr braucht, aber woran man so gewöhnt ist, dass man es schon gar nicht mehr sieht.

Dieses Gerümpel sind unsere negativen Glaubenssätze. Sobald wir sie rauswerfen und all diese „Empfängnisverhüter“ loslassen, machen wir endlich Platz für all die Dinge, die wir uns wünschen.

Wir kreieren nämlich damit auch gleichzeitig mehr Platz für die Fruchtbarkeitsgötter Selbstwert, Kreativität, Mut und Mitgefühl für andere.

Mitgefühl (=Geben) ist für mich der größte Fruchtbarkeitsgott um mehr zu empfangen. Aber darum wird es dann mal in einem anderen Blog-Artikel gehen.

Jetzt möchte ich dich erstmal ermutigen, eine Methode zu finden, die dir persönlich hilft deine Glaubenssätze über Bord zu werfen, damit du endlich das Leben leben kannst, das du dir sehnlichst wünschst!

Über Anja Schütz

Anja Schütz
Anja Schütz

Anja Schütz arbeitet als Coach hauptsächlich mit Menschen in den dreißigern & vierzigern, die aus dem Hamsterrad ausbrechen wollen und ihre Freude und Freiheit wieder genießen wollen.

Bisher hat sie auf www.anjaschuetz.net geblogged, und baut nun nach mehrjährigem Auslandsaufenthalt ihr neues deutsches Projekt www.followyourjoy.de auf. Dort kannst du dir auch direkt ihren kostenlosen Audio-Workshop „Kickstart ins Neue Jahr“ downloaden.Vielen Dank für deinen Gastbeitrag, Anja.

Anja und ich freuen uns über deine Fragen oder Kommentare im Feld unten.

Alles Liebe,

Petra_Signatur

 

 

 

 

Alle anderen 32 Teilnehmer der Blogparade findest du hier.

Möchtest du auch mehr Fülle in dein Leben und dein Business ziehen, dann trage dich für meinen gratis Newsletter ein. Dein Willkommensgeschenk, ein kleines e-Book „9 Praxis Tipps für mehr Selbstwert“ wartet dann gleich auf dich.

Tipps und Inspirationen für mehr Freude & Erfolg!

 

Wenn du auf der Suche nach deiner Bestimmung bist und einen wichtigen Hinweis zu deiner Lebensaufgabe erhalten willst, dann könnte das interessant für dich sein3_Sätze

10 Responses to Bist du schon reich, oder verhütest du noch?

  1. Hallo ihr zwei, vielen Dank für den aktuellen Artikel zu Petras Blog Parade. Der Titel ist schon super :) Es gibt sooo viele Wege, Reichtum zu verhüten! Und ja, am Schluss sind es die guten alten Glaubenssätze, die den Unterschied machen. Ich glaube sogar, dass es buchstäblich vom Himmel fallen würde, wenn wir davon überzeugt wären, dass das der Normalfall ist :) Alles Liebe! Sandra

    P.S. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Parade, Petra, so viele inspirierende Blogs zum Thema Geld und Fülle. Beim nächsten Mal bin ich definitiv dabei :)

    • Das stimme ich dir zu, Sandra, dass sich alles manifestieren würde, wenn wir der felsenfesten Überzeugung wären und die Gewissheit hätten, dass wir es verdient hätten, dass es uns einfach zustünde. Zweifel, „falsche“ Selbstbilder, Perfektionismus-Denken und innere Widerstände sind da natürlich kontraproduktiv. Was mir dann immer hilft, ist aktiv zu werden anstatt zu Grübeln :-)

      Lieben Dank für deine anerkennenden Worte zur Blogparade.

  2. Schöner Artikel, der mich dazu inspiriert, auch mal wieder meine Glaubenssätze zu überprüfen. Auch wenn mir Preise erhöhen nicht immer schwer gefallen ist. Dennoch halten auch mich sicherlich manchmal unterbewusste ‚Verhütungen‘ zurück. Was mir bei meiner Preisfindung aber auch immer geholfen hat, ist die Recherche danach, wie es meine Wettbewerber machen und was die verlangen. Das ist immer ein guter Indikator.

    • Liebe Sonja, ja nach dem Wettbewerb zu schauen ist ein Indikator. Ich richte mich aber letztendlich nach meinem Gefühl. Es muss sich für mich stimmig anfühlen. Danke für deinen Kommentar! Alles Liebe, Petra

  3. Ich hatte den Blog/Artikel schon seit längerem auf meiner „to read“-Liste und habe es nun endlich geschafft. Und ich kann es aus eigener Erfahrung auch nur bestätigen. Letztlich führt uns alles zu einem Thema zurück: Glaubenssätze. Und das hat auch nur ein Thema: Selbstliebe. Wie auch der Café-Besitzer, er liebt sich selbst und seine Familie genug um sagen zu können, dass er mehr „verdient“ (im doppelten Sinne). Bei dem Thema fällt mir auch immer wieder Louise L. Hay ein, ich liebe ihre Werke und das hat auch alles immer nur mit Selbstliebe zu tun.
    Stellt euch mal vor, was das mit der Welt machen würde. Wenn jeder Mensch, ob Politiker oder Bauarbeiter, ab heute nur drei Monate lang sich mit seiner eigenen Selbstliebe beschäftigen würde, was für eine Mega Welt wir in nur 3 Monaten schaffen könnten, von einem Jahr ganz zu schweigen…
    Aber gut, es ist eben so, jeder muss bei sich selbst beginnen. Wie ich persönlich bei der Aussage des Café-Besitzers reagiert hätte? Gute Frage, ich glaube ich wäre irritiert und mein erster Gedanke wäre, wenn ich ehrlich bin: Wie kommt er denn auf so eine Idee? Das gibt mir direkt mal Stoff, mich um meine eigenen Glaubenssätze zu kümmern.
    Danke euch beiden für den tollen Anstoss!!!

    • Liebe Ildiko,
      danke für deinen ausführlichen Kommentar und deine ehrliche Aussage! Es freut mich natürlich, wenn der Artikel dir Anstoss geben konnte, deine eigenen Glaubenssätze zu überprüfen. Und ich stimme dir zu, dass sich ganz viel um das Thema Selbstliebe dreht, ob nun in Beziehungen, im Business mit der Honorargestaltung, mit der eigenen Selbstfürsorge oder in allen anderen Bereichen.
      Alles Liebe für dich und gute Erkenntnisse!
      Petra

Hinterlasse einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: