Die Angst vor deinem ersten Interview / Podcast verlieren: Tipps zu Technik & Motivation

Die Angst vor deinem ersten Interview / Podcast verlieren: Tipps zu Technik & Motivation

Kürzlich hat mich folgende Frage von Anja erreicht:

„Liebe Petra, heute wende ich mich mit ein paar Fragen an dich. Zuerst mal: du machst das super mit deinem Blog und deiner authentischen Art, an die Dinge ran zu gehen. Das Audio-Interview mit Andrea ist echt mega toll geworden. Nun ist es so, dass mir das Thema Interview mit tollen Frauen schon länger im Kopf und Herz rumschwirrt. Doch ich habe ein bisschen Angst. Deshalb meine Frage an eine tolle Frau, die diesen Schritt bereits hinter sich hat. Wie gehst du das an? Wie stellt man effiziente Fragen? Wie geht das mit der Technik? Hast du Tipps oder Empfehlungen, die mir weiterhelfen könnten?

Liebe Anja, vielen Dank für dein Kompliment. Super, dass du diese Fragen gestellt hast. Gerne teile ich meine Erfahrungen mit dir.

Wie du effiziente Fragen findest

Es ist ganz einfach, Fragen zu finden, die dich und andere Menschen berühren.

  1. Frage dich einfach, was dich an deinem Gast interessiert. Worauf hättest du gerne eine Antwort, wenn du eine Dienstleisung gekauft / ein Coaching bei ihr gebucht hättest? Lies ein wenig in ihrer Biografie, beschäftige dich mir ihrer Arbeit, frage sie, wie sie dahin gekommen ist, wo sie heute steht und dir werden von ganz alleine Fragen dazu einfallen.
  2. Frage dich, was deine HörerInnen interessiert.
  3. Schreibe alle Fragen auf ein Blatt Papier, die dir in den Sinn kommen. Wenn du noch kein Thema hast, dann lese dir deine Fragen durch und finde den roten Faden. Was sind die wichtigsten Fragen auf die du unbedingt eine Antwort möchtest? Welche könntest du eher weglassen, wenn die vorhergesehene Zeit vorbei ist? Welche Fragen lassen sich zusammenfassen? Welche Überschrift könntest du deinem Interview geben? Was hört sich spannend an? Was macht (deine HörerInnen) neugierig?
  4. Dann gehe nochmal über die Liste, und bringe die Fragen in eine sinnvolle Reihenfolge, zum Beispiel beginnend mit der Vergangenheit deines Gastes (wenn das relevant für dein Interview-Thema ist) bis hin zur Gegenwart.

Die Technik

Du kannst dein Audio-Interview zum Beispiel über Skype mit dem Skype Call Recorder aufnehmen und dabei das Video ausschalten. Du kannst es über einen Free Conference Call Recorder mitschneiden, dann wählen sich die Teilnehmer über ein Telefon mit Zugangscode ein. Für beides gibt es gratis Versionen bzw. Downloads im Internet. Oder frage deine Interview-Partnerin, ob sie einen weiteren Vorschlag zur Technik hat, mit der sie gute Erfahrung gemacht hat.

Mach einen Testlauf vorher mit einer Freundin / Partnerin und checke, ob alles klappt, die Lautstärke deines Mikrofons passt und ob die Klangqualität gut ist. Du kannst auch ein Headset tragen, um Rauschen zu vermeiden.

Vor Kurzem habe ich mir ein Podcast-Mikrofon gekauft. Es ist von der Marke Samson und hat einen USB Anschluss für den Laptop. Neben der ansprechenden Optik hat es eine tolle Klangqualität und ein prima Preis-Leistungsverhältnis.

Petra_Schwehm_Podcast_Interview
Mein Podcast Mikrofon

Das fertige Interview kannst du dann auf deinen Blog hochladen und ganz einfach einbinden. Bei dem Interview von Andrea und mir habe ich das per Soundcloud gemacht. Dazu lädst du deine Datei auf Soundcloud hoch, klickst auf „Share“ und „Embed“ und bindest den angezeigten Code in deinen Blog ein.

Was du tun kannst, um dich vorzubereiten (und abzulenken)

Videos oder Audios oder sonst etwas Öffentliches zu produzieren bzw. zu veranstalten (Bücher, Seminare etc.), was man vorher noch nie gemacht bzw. getan hat, ist ein Wachstumsschritt und fühlt sich aufregend und ängstlich gleichzeitig an, das ist ganz normal. Das ist bei mir genauso. Wenn dann das Lampenfieber einsetzt, versuche ich, meinen Fokus kurz vorher auf etwas anderes zu lenken, etwas das mir gut tut.

  • in der Natur spazieren gehen
  • eine kurze Yoga-Einheit
  • bewusst atmen
  • energiegeladene Musik hören
  • tanzen
  • positive Affirmationen anhören oder anschauen
  • in meinem Lieblingssessel ruhen und meiner inneren, liebevollen Stimme lauschen
  • mich von meiner Mastermind-Partnerin motivieren lassen
  • einen Schluck Sekt trinken :-)

Günstige Glaubenssätze

Oft sind es ungünstige Glaubenssätze, die uns davon abhalten, den nächsten Schritt aus unserer Komfortzone zu tun.

Hier sind meine Glaubenssätze, um mich zu trauen:

  • Das Universum will, dass ich mich ausdehne
  • Ich kann anderen Menschen mit meinem Wissen und Erfahrungsschatz weiterhelfen
  • Was ich zu sagen habe, ist wertvoll und wichtig
  • Ich kann andere mit diesem Interview / Video / Buch inspirieren
  • Ich folge meinen Impulsen, auch wenn ich dabei Bauchkribbeln habe
  • Es gibt keine Fehler, sondern nur Feedback
  • Wenn ich wachse, werde ich innerlich und äußerlich reich beschenkt

Die richtige Einstellung / verliere deine Angst

Je mehr Klarheit du darüber gewinnst, warum du dieses Interview führen möchtest und welche konkreten Ängste dich versuchen davon abzuhalten, desto einfacher wird dir die Umsetzung fallen.

  • Warum willst du das Interview führen? Was ist dein tieferer Beweggrund?
  • Halte dir vor Augen, dass es um etwas Größeres als um dich geht. Was könnte das sein?
  • Stelle dir vor, wie dieses Interview vielen Menschen – oder einer konkreten Person – Mut macht, sie inspiriert und wirklich weiterhilft
  • Sei dir bewusst, dass du Angst hast  – koste diese Erfahrung aus und dann handle, trotz der Angst
  • Stell dir vor, wo du in 5 Jahren stehst. Wie hat sich dein Leben im Gegensatz zu jetzt verändert, wenn du diesen und weitere mutige Schritte getan hast?
  • Mach dir bewusst, wovor genau du Angst hast. Dass du nicht weißt, was du sagen sollst? Dass du dich versprichst? Dass du rot wirst? **haha** sieht ja keiner! Dass andere negativ über dich reden oder denken? Dass du unsympathisch wirkst? Gehe in dein Worst-Case-Szenario gedanklich hinein. Und visualisiere, was passiert. Wie reagierst du? Wie schlimm ist es wirklich? Meine Erfahrung ist, wenn ich meine Angst konfrontiere und sie mir anschaue, dann entkräfte ich sie.
  • Vielleicht hilft dir auch dieser Satz von Aristoteles: „Wenn du Kritik vermeiden willst, dann sage nichts, tue nichts und sei nichts.“
  • Visualisiere dein Best-Case-Szenario nach dem Interview. Wie könnte das aussehen? Dass du 5 cm gewachsen bist, weil du stolz bist, dich getraut zu haben? Dass du ein dickes Grinsen in deinem Gesicht hast? Dass du vor Freude und Glück tanzt? Dass du mit Lob überschüttet wirst, weil du anderen Menschen weitergeholfen hast? Dass deine Interviewpartnerin dir total dankbar ist? Dass du neue Kunden gewinnst? Dass du dich schon auf dein nächstes Interview freust, weil es so viel Spaß gemacht hat? Wie fühlt sich das an? Male dir diese Gefühle so intensiv wie möglich aus.

Und noch ein Tipp, um die Angst zu mildern: Denk dran, es ist nicht live! Du kannst immer noch peinliche Szenen, Versprecher etc. im Nachhinein raus schneiden. Wobei vielleicht gerade das den Charme deines Interviews ausmacht – die Leute lieben es, dich authentisch zu sehen bzw. zu hören. Es muss nicht perfekt sein. Du bist großartig, genauso wie du jetzt bist. Und du hast alles in dir, was du jetzt für diesen Schritt brauchst, sonst würdest du diese Frage nicht stellen.

Liebe Anja, das waren meine Antworten auf deine Fragen. Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen.

Hast du dich auch schon mit dem Thema Interviews / Podcasts beschäftigt oder schon welche gegeben bzw. geführt? Vielleicht hast du noch weitere Tipps oder Fragen dazu. Ich freue mich, wenn du uns in den Kommentaren daran teilhaben lässt.

Alles Liebe,

Petra_Schwehm_Signatur

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8 Responses to Die Angst vor deinem ersten Interview / Podcast verlieren: Tipps zu Technik & Motivation

  1. Herrlich!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Herzlichen Dank liebe Petra,

    genau das Thema steht jetzt auch bei mir an. Am Sonntag habe ich mich mit Malina Uth verabredet um schon mal trocken zu üben ;-), d. h. wir machen eine Aufnahme ohne Zuschauer oder Zuhörer. So ist es wenigstens nicht ganz so schlimm…..

    Aber deine Tipps sind wirklich gut, das werde ich auf jeden Fall beherzigen.

    Herzliche Grüße
    Barbara

    • Genau, die Praxis ist die allerbeste Übung und gibt den größten Wachstumsschub. Und mit oder ohne Zuschauer oder Zuhörer ist ja egal, wenn ihr es aufnehmt, könnt ihr es zu jedem beliebig späterem Zeitpunkt veröffentlichen. Meistens wird es viel besser, als man selbst denkt.
      Ich wünsche dir und Malina ganz viel Freude dabei.
      Und danke für deinen Kommentar, Barbara. Wir sehen uns ;-)

      Alles Liebe,
      Petra

  2. Hallo Petra,

    super, wie du alles Schritt für Schritt erklärst – das macht wirklich Lust, dass ich das auch mal teste. Ich habe übrigens dasselbe Mikro wie du – also die Technik dürfte nicht das Problem sein :-)
    Webinare halte ich bereits auch schon, doch ich habe mir immer so ein Interview schwer vorgestellt. Also dass es auch vom Ton her einigermaßen passt. Und dann natürlich interessante Fragen usw.
    Wer weiß, vielleicht gibt es bei mir auch bald mal ein Interview – da lasse ich mich jetzt mal von meiner Seele inspirieren.

    Herzensgrüße zu DIR
    Silvia

    • Liebe Silvia,

      Da du schon Webinar-Erfahren bist dürfte der Ton ja kein Hidernis mehr sein :) Und ich bin mir sicher, dass du stimmige Fragen findest. Danke für deinen Kommentar!

      Alles Liebe,
      Petra

  3. Liebe Petra,

    ein klasse Artikel – kommt wie gerufen. Ich stehe nämlich tatsächlich kurz davor einen Podcast zu starten. Deine Ratschläge sind genial, werde ich mir ausdrucken ;-)

    Angst davor auf Menschen zu zugehen, habe ich keine. Ich habe ja bereits schriftliche Interviews von Dr. Rüdiger Dahlke, Daniela Ben Said, Uschi Glas usw.

    Absagen habe ich natürlich auch bekommen aber sie waren durch die Bank weg persönlich und sehr freundlich. Die sog. „Promis“ sind Menschen wie DU und ich und wenn es dir ein Anliegen ist, seine Meinung zu erfahren – dann frag.

    Freue mich jetzt um so mehr auf meine kommenden Interviews ;-)

    Alles liebe, deine Nicole

    • Liebe Nicole,

      ja, von deinen Interviews habe ich gehört – klasse! Das sage ich mir auch, diese Promis sind Menschen wie wir alle, von denen wir lernen können und die oft gerne bereit sind, ihre Meinungen mitzuteilen. Viel Freude bei deinen nächsten Interviews!

      Alles Liebe,
      Petra

  4. Liebe Petra,
    vielen Dank für diesen Artikel. Das Thema beschäftigt mich gerade sehr. Werde den Artikel wohl noch oft lesen :-) und mich dann vielleicht mal trauen.

    Danke und orangene Grüße aus Nußloch
    Kristiane

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