5 Wege, wie du aus der Perfektionismus-Falle herauskommst

5 Wege, wie du aus der Perfektionismus-Falle herauskommst

Kennst du das? Du hast eine Idee, und bist begeistert davon. Du versuchst dich in der Umsetzung. Du feilst hier und dort herum. Du überlegst. Du hinterfragst… Und am Ende lässt du die Idee auf Nimmer-Wiedersehen verschwinden, weil sie in deinen Augen nicht gut genug ist. Oder weil du dich nicht gut genug fühlst. Wenn du damit Schluss machen willst, dann ist dieser Artikel genau richtig für dich.

Laut einer Studie halten die letzten 20% uns davon ab, etwas zu Ende zu bringen. Perfektionismus – eine der Herausforderungen wenn die Zahl 6 in deiner Lebenszahl vorkommt – ist manchmal kein so schöner Freund. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Was mich schon alles abgehalten hat, meine Ideen zu verwirklichen … Da käme einiges zusammen, was ich mir und der Welt vorenthalten habe. Verrückt! Schluss damit.

Wie ist das bei dir? Welche Ideen stecken in deiner Schublade und Warten auf Verwirklichung? Was möchtest du eigentlich gerne tun, hast aber Angst vor Ablehnung? Inwiefern hast du dich schon von deinen eigenen perfektionistischen Ansprüchen abhalten lassen? Milton Erickson sagt etwas sehr Schlaues:

Es gibt keine Fehler, sondern nur Feedback.

Ich habe auch schon schlechtes Feedback erhalten. Besonders zu Zeiten, in denen ich mich ziemlich unsicher gefühlt habe. Das hat mich natürlich getroffen, aber ich habe dadurch gelernt und bin gewachsen. Hurra!

Ganz wichtig dabei ist dein Fokus! Schaust du auf die einzelne, kritische Stimme und lässt dich davon herunterziehen, oder schaust du auf die vielen, vielen positiven Feedbacks die du bekommst?

Heute weiß ich, dass Feedback auch immer etwas über die Person aussagt, die es gibt. Insofern sind die Menschen, die dich kritisieren vielleicht insgesamt unzufrieden mit sich selbst.

Wenn ich aus der „ich will perfekt sein Falle“ heraustrete, stelle ich oft überrascht fest, wie produktiv ich bin :-). Dann kann ich nämlich einen Großteil meiner Ideen umsetzten, ohne diesen extrem hohen Anspruch an mich zu stellen. Unterlaufen mir dabei Fehler? Klar. Kann ich sie optimieren? Natürlich!

 Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur richtig oder anders.

Die Frage ist – was ist dir wichtig? Was willst du wirklich? Willst du perfekt sein oder lieber glücklich? Was willst du erreichen? WEN willst du erreichen? Ich will zum Beispiel erfolgreich sein und Freude in meinem Leben haben. Und Erfolg folgt nur dann, wenn du dir selbst folgst.

Wie du aus der Perfektionismus-Falle herauskommst

1. Schaffe Bewusstsein und komme ins Tun

Was mir geholfen hat zu verstehen, wie ich so ticke, ist die Numerologie. Im Zahlenrad ist mir deutlich geworden, dass ich die Macherinnenqualitäten der Zahl 4 nicht mit in die Wiege gelegt bekommen habe. Aber ich kann sie kompensieren, und zwar in meinem Fall mit der Zahl 2 – also durch Klarheit, Unterstützung anderer und Analyse.

Zahlenrad Petra Schwehm kompensierte 4
Wenn in deinem Geburtsdatum und deiner Geburtszeit keine 4 vorkommt, dann hast du vermutlich keine ausgeprägten Macherqualitäten – dafür aber andere, besondere Stärken!

Da ich aber viele Ideen habe, und diese auch umsetzen möchte, habe ich mir folgende Strategie überlegt: Ich schreibe mir am Morgen eine Liste mit allen Dingen, die ich an diesem Tag tun will, möchte oder sollte, und zwar alles. Vom Wäschewaschen übers Einkaufen bis hin zu Emails beantworten und meinen Online-Kurs weiter zu kreieren. Dabei verwende ich immer ein Adjektiv und formuliere einen machbaren, nächsten Schritt.

Welches ist dein nächster, machbarer Schritt?

Also statt Online-Kurs kreieren werde ich konkret Online-Kurs Tag 3 Übersicht Inhalt erstellen. Bin ich mit der Auflistung fertig, habe ich 1. den Kopf frei und 2. das Gefühl, dass alles seine Berechtigung und seinen Platz bekommen hat. Dann schaue ich mir diese Liste an und überlege, welches ich am einfachsten und mit der größten Lust jetzt gleich machen kann. Und wenn die Antwort Waschmaschine einschalten heißt, dann tue ich das. Und auf dem Weg in den 2. Stock zur Waschmaschine kommen mir neue Impulse, und die Lust, das nächste auf meiner Liste zu tun.

Zusätzlich habe ich mir ein internes Belohnungssystem einfallen lassen: Für jeden abgestrichenen Punkt auf meiner Tages-Liste belohne ich mich mit einem kleinen imaginären Geldbetrag, den ich in der Summe addiere und mir nach einem bestimmtem Zeitraum etwas Schönes Gönne.

Über diesen kleinen, aber sehr hilfreichen Umweg komme ich dann ins Tun, vielleicht nicht so ausgeprägt wie eine Macherin mit einer doppelten 4 im Zahlenrad, aber darum geht es ja auch gar nicht. Ich brauche und will nicht so sein wie eine andere, weil meine Qualitäten und Fähigkeiten genau richtig, einzigartig und besonders sind. Genauso wie deine.

Die Welt wartet auf das, was du zu geben hast.

Was ist das?

Was sind deine Stärken?

Was kannst du besonders gut?

Du trägst genau die richtigen Fähigkeiten, Talente und Schätze in dir, um deine Lebensaufgabe zu erfüllen. Du bist mit allem ausgestattet, was du brauchst, um ein erfülltes, glückliches und erfolgreiches Leben zu führen. Und wenn du das Leben deiner Träume noch nicht führst, dann einfach deshalb, weil du deine Schätze 1. noch nicht entdeckt und 2. der Welt noch nicht gezeigt hast.

2. Sehe das Größere Ganze

Aus einer menschlichen Perspektive gesehen ist nichts und niemand perfekt. Es wird immer Veränderung, Bewegung geben und wir Menschen streben einfach nach Wachstum und Optimierung, das ist etwas ganz natürliches. Du wirst so betrachtet niemals perfekt sein. Aber du kannst deine Wahrnehmung so verändern, dass du in dir Vollkommenheit siehst. Meditation ist hierfür eine gute Möglichkeit. Und falls dir Meditation nicht zusagt oder du nicht lange stillsitzen kannst, dann ist das kein Problem. Meditieren ist lateinisch und heißt „reflektieren“ oder „über etwas nachdenken.“  Du meditierst also schon ganz von selbst :)

Um das größere Ganze zu sehen kannst du dich fragen: Inwiefern könnte das hier vollkommen sein?

3. Transformiere deinen perfektionistischen Gedanken

Durch eine einfache Technik kannst du einen stressigen Gedanken hinterfragen. Also wenn du beispielsweise denkst „Das Projekt muss perfekt sein, bevor ich es der Öffentlichkeit zeigen kann!“ kannst du die Gegenfrage stellen „Wirklich? Stimmt das? Muss es 100% perfekt sein?“ Mir hat hierbei die Methode The Work von der amerikanischen Autorin Byron Katie oft weitergeholfen.

Wenn deine Antwort darauf lautet „Nein, eigentlich nicht.“ Dann bist du schon einen Schritt weiter. Wer wärst du, wenn du diesen Gedanken nicht denken würdest? Entspannter. Gelöster. Freudiger. Was wäre das Gegenteil des stressigen Gedankens? „Das Projekt muss nicht perfekt sein, bevor ich es der Öffentlichkeit zeige. Genau genommen kann ich es sogar mit Hilfe von Feedback optimieren.“ Nochmal zur Erinnerung:

Es gibt keine Fehler, sondern nur Feedback.

4. Arbeite mit positiven Affirmationen

Probiere mal aus, wie es sich anfühlt zu dir selbst zu sagen: Ich bin gut. Ich bin richtig so, wie ich bin. Ich bin vollkommen oder auf dem besten Wege dahin.

Bei Projekten kannst du dir sagen: Es ist genug. Es ist gut so. Dies ist richtig so – im Augenblick zumindest. Ich habe genug getan.

Alles ist gut so, wie es ist.

Ich tue genug. Ich bin genug. Ich habe genug.
Ich tue genug. Ich bin genug. Ich habe genug.

 

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5. Treffe die Entscheidung, dich besser fühlen zu wollen

Wie fühlst du dich, wenn du das Gefühl hast, perfekt sein zu wollen oder zu müssen? Wie fühlt sich dein Körper an? Wie fühlt sich dein Kopf an? Welches Gefühl hast du in der Bauchregion? Ich bemerke dann Anspannung im Nacken. Stress und eine Unruhe machen sich breit. Sobald ich das erkannt habe, kann ich es verändern. Und treffe dann bewusst die Entscheidung, dass ich mich besser fühlen will. Und tue etwas dafür. Aus der Situation rausgehen. Spazieren gehen zum Beispiel. Mir schöne Musik anhören. Hier habe ich mehr darüber geschrieben, um mich besser zu fühlen.

Was macht dir gute Gefühle?

Welches sind deine Wege, um dich energiegeladener zu fühlen?

Was kannst du jetzt sofort tun, um dich besser zu fühlen?

Lässt du dich manchmal auch von deinen perfektionistischen und überzogenen Ansprüchen abhalten? Wie geht es dir damit? Und was tust du, um dem entgegenzuwirken? Schreibe mir doch einen Kommentar, ich freue mich!

Alles Liebe,

Petra_Schwehm_Signatur

 

 

 

 

PS: Brauchst du dabei Hilfe? Mit meinem Coaching kommst du schneller zu deinem Ziel, hast bei der Umsetzung viel Freude und fühlst dich selbstbewusster!

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12 Responses to 5 Wege, wie du aus der Perfektionismus-Falle herauskommst

  1. Hallo Petra!
    Das ist ein toller Artikel – da erkennen sich sicher viele wieder darin ;) Mir ging es im letzten Jahr so – ich fand immer wiede Ausreden, um meinen Blog nicht online zu stellen. Eine gute Freundin fragte mich dann: „Warum machst du es nicht einfach? Was ist schon perfekt?“ Da erkannte ich eigentlich erst, dass da ein Perfektionist in mir schlummert ;) Aber die Frage „Was ist schon perfekt?“ ließ mit nicht mehr los.
    Deine Tipps hätte ich schon früher gebraucht! Ich kann heute nur sagen – das Gefühl getan zu haben, ist toller und größer, als das Gefühl Perfekt sein zu wollen :)
    Alles Liebe,
    Nicole

  2. Oh ja, du sprichst mir aus der Seele liebe Petra,

    das geht mir genau so. Als 6er und dann noch Jungfrau :-) da muss ALLES einfach perfekt sein ;-)

    Aber ich übe schon etwas länger und mache einfach bei den meisten Dingen und nehme in Kauf etwas falsch zu machen. Aber das hat schon einige Zeit gedauert, bis ich mich das getraut habe.

    Gut finde ich deine Vorgehensweise mit den Häppchen und der Belohnung. Das werde ich auf jeden Fall auch mal ausprobieren, denn meine To-do-Liste ist inzwischen zu fast einem Kilometer angewachsen und Evernote sprengt schon fast seine Grenzen….

    Ich hab noch soooo viele Ideen, die ich alle gerne umsetzen würde, werde es aber wohl nie schaffen all das zu machen, was da als Idee auf meiner Liste steht.

    Also auf ein fröhliches Weiterschaffen….

    herzliche Grüße
    Barbara

  3. Ein guter Artikel, der meine Arbeit (Ängste überwinden – Mut entwickeln) wunderbar ergänzt. So viele Klienten haben stets das Gefühl nicht gut genug zu sein, unzureichend ausgebildet zu sein, noch nicht starten zu können usw.
    Doch wann ist der richtige Zeitpunkt? Und woran erkennen sie das? frage ich sie.
    Meistens ist bereits alles, oder viel bzw. genug Wissen, Erfahrung etc. zum starten vorhanden… und alles weitere wird sich auf dem Weg, der Reise, hinzu gesellen.
    Unperfekt ist das neue Perfekt – könnte es ab jetzt heißen oder Perfektionismus- Nein Danke!

    • Das sind prima Fragen, Gina. Ich wollte den Artikel zunächst unperfekt perfekt nennen. Wir können uns immer verbessern, und es wird vom menschlichen Standpunkt gesehen nie perfekt sein, warum also nicht gleich beginnen?

      Liebe Grüße,
      Petra

  4. Liebe Petra,

    der Satz: „Es gibt keine Fehler, sondern nur Feedback“ ist für mich der Satz der Tages, nachdem ich heute morgen ein „nur“ zu 80% perfektes Video ins Netz gestellt habe…
    Vielen Dank dafür!!!!

    Kendra

  5. Liebe Petra,

    raus aus der Perfektionismus-Falle… Genau den Prozess habe ich gerade durchlebt – und festgehalten in meinem ersten Blogartikel, den ich 8 Monaten versucht habe zu schreiben.

    Ich finde es immer wieder spannend, was es letztendlich ist, was uns aus der Falle herausbringt. Häufig sind es viele Faktoren und mal reicht für mich schon das Gefühle ausleben, mal geht es darum, mir Rat zu holen, mal darum, Abstand zu gewinnen und zu tanzen.

    Grüße Joana

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